
Vom 2. bis zum 6. März öffnet die CeBIT auch in diesem wieder ihre Pforten in Hannover für das technikinteressierte Publikum. In angebrochenen 3D-Jahr geht der Trend auf der CeBIT 2010 ganz klar in Richtung dreidimensionales Fernsehen und Home-Emtertainment. Während sich Bundeskanzlerin Angela Merkel – wie bei der Eröffnungsgala am Montag bewiesen – noch etwas gegen den neuesten Technik-Trend zu sträuben scheint, blicken die Besucher ab Dienstag neugierig auf die angekündigten Produkt-Highlights aus der 3D-Sparte. Enttäuschung vorab: Viele der namhaften Hersteller – allen voran Sony – glänzen in Hannover durch Abwesenheit. Von den vielzitierten Vorreitern des 3D-Zeitalters gewähren lediglich Samsung und Acer auf der CeBIT nähere Einblicke in ihre Technologien.
CeBIT 2010: Samsung 3D-Fernseher, Blu-ray-Player & Co.
Im Blickpunkt dabei stehen die schön für März 2010 angekündigten 3D-Fernseher von Samsung, die Flatscreen-Serien C7000, C8000 und C9000. In den Plasma-Displays sind jeweils 3D-Prozessoren verbaut, die insbesondere auf das Darstellen von Blur-ray-3D-Inhalten spezialisiert sein sollen. Herkömmliche DVD- und sogar Gaming-Inhalte sollen zudem in Echtzeit auf 3D-Bildstandard aufpoliert werden können. Auf Knopfdruck – so verspricht es der Hersteller – könne zwischen 2D- und 3D-Bildmodus umgeschaltet werden. Auch wer nicht die innovative 3D-Power in Anspruch nimmt, soll von dem neuesten HDTV-Standard in Sachen Bild und Ton profitieren.
Passend zu den 3D-Fernsehern wird Samsung auf der CeBIT 2010 auch seinen Blu-ray-Player BD-C6900 präsentieren, der zur Darstellung von 3D-Inhalten benötigt wird. Dazu veröffentlichte der Hersteller die Preise für die ebenfalls notwendigen 3D-Brillen, die zumindest der zuerst ausgelieferten C7000er-Serie noch nicht mit beiliegen werden. Müssen 3D-Fans für Fernseher und Player zusammen mindestens umgerechnet 2.000 bis 3.000 Euro einrechnen, schlagen die herstellereigenen 3D-Brillen noch einmal – pro Kopf wohlgemerkt (!) – mit jeweils rund 110 Euro zu Buche.
Nvidia 3D Vision-Brille ab April 2010 in Deutschland erhältlich
Grafikspezialst Nvidia und das Optik-Unternehmen Carl Zeiss führen auf der CeBIT 2010 in Hannover ihre ersten 3D-Brillen für den deutschen Markt vor. Die Nvidia 3D Vision-Modelle sollen ab April endlich auch hierzulande erhältlich sein. Kostenpunkt des speziell auf Gaming zueschnittenen 3D-Zubehörs: Etwa 170 Euro.
Acer fährt auf die CeBIT 2010 mit dem ersten 3D-fähigen Projektor auf. Der Acer H5360 lässt Filme und Games vom PC bzw. der Konsole in dreidimenionalen HD-Bildern auf der Wohnzimmerwand erstrahlen. Die Bildwiederholungsrate wird vom Hersteller mit 120 Hertz beziffert.
CeBIT 2010: Acer 3D-Notebook Aspire 5740D
Ebenfalls von Acer mit im CeBIT-Programm: Das neue 3D-Notebook Aspire 5740D. Das Display des Laptops wurde eigens mit einem speziellen Film beschichtet, um in Kombination mit einer Schutter-Brille auch dreidimensionale Effekte erzeugen zu können. Mittels der vorinstallierten Software “TriDef 3D-Experience” soll aber auch herkömmliches Bildmaterial auf 3D-Glanz hochpoliert werden können.
Nachteil des Acer-3D-Notebooks: Serienmäßig ist das Aspire 5740D nur mit einem DVD-Laufwerk ausgerüstet. Insbesondere für Blu-ray-3D-Inhalte muss also extern aufgerüstet werden. Zudem liegen derzeit die meisten Fotos und Videos nur als 2D-Versionen vor – in Anbetracht des immer weiter voranschreitenden 3D-Hypes hierzulande kann das aber auch ganz schnell umschwenken.
CeBIT 2010: 3D-Alternativen und Live-Übertragung
Mit einem ganz anderen Thema beschäftigt sich das Hamburger Unternehmen SeeFront auf der CeBIT 2010. Mittels eines speziellen Monitoraufsatzes soll das Schauen von 3D-Filmen zukünftig auch ohne Hilfsmittel – wie beispielweise Brillen – möglich sein.
Die Fraunhofer-Gesellschaft möchte dem Messe-Publikum in Hannover hingegen Live-Übertragungen in 3D-Qualität näherbringen. Für seine Produktionen hat das Unternehmen eigens ein eigenes Studio für Sportfans eingerichtet. Was den Besucher dort genau erwartet, kann jeder 3D-Interessierte noch bis einschließlich zum 6. März 2010 in der niedersächsischen Landeshauptstadt am eigenen Leib erfahren. Von 8 Uhr morgens bis 18 Uhr hat die Messe an diesen Tagen jeweils für Besucher geöffnet.
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